Presseartikel 2018

Wieder ein volles Haus für Peter Weinert und die Lions

Gar keine Frage – wenn Peter Weinert und die Lions zu einem Abend mit Filmen aus fernen Ländern bitten, dann gibt es garantiert eine volle Stadthalle. Auf dem Programm des Weltenbummlers, der Jahre für den Hessischen Rundfunk in fernen Ländern drehte, standen dieses Mal Sri Lanka (Ceylon) und verschiedene Gebiete Afrikas. „Ich hoffe, Sie werden einen unterhaltsamen Abend haben“, meinte Weinert, – und nach einer kurzen Pause: „Vielleicht auch nachdenklich nach Hause gehen.“ Nach Berichten über Völker, die es vielleicht nicht mehr geben wird, kein Wunder, dass sowohl der Moderator als auch der Filmemacher wieder sein Publikum tief beeindruckte. Wie schon bei den vorhergehenden Vorträgen verzichteten Peter Weinert und seine Helfer auf ein Honorar.

So wird also jeder Cent, der an diesem Abend in die Kasse kam, dem Zweck zukommen, für den er bestimmt ist: Unterstützung der Kelkheimer Schulen, die seit Jahren von den Lions neben anderen Projekten in Kelkheim betreut werden.

 

 

 

Kelkheimer Zeitung 08.11.2018

Schon „auf dem Markt“: Der Weihnachtskalender der Lions und Rotarier

Nicht nur in den Supermärkten weihnachtet es schon sehr – für fünf Euro kann man bereits an verschiedenen Kelkheimer Stellen den Weihnachtskalender 2018 der Lions und Rotarier kaufen. Man findet den Kalender in den Buchhandlungen Pabst, Gundula Herr, Violas Bücherwurm, im Kaufhaus Rita Born, bei Optik + Akustik Ufer, in der Stadtbibliothek, in Münster, in der Sonnen-Apotheke, in Fischbach in Michas’Lädchen und in Liederbach bei Schreib- waren Sulikowski. Außerdem werden die beiden Clubs vom 3. bis zum 28. November an den Markttagen in Kelkheim, mittwochs von 10-13 Uhr und samstags von 9-13 Uhr, einen Verkaufsstand, der vor dem Bistro Beef & Beer stehen wird, einrichten. Wie bisher ist jeder Kalender mit einer Losnummer versehen; diese Losnummern werden unter notarieller Aufsicht gezogen, und die Preise werden ab dem 1. Dezember täglich sowie fortlaufend im Internet unter http//:www.adventskalender-kelkheim.de, auf der Facebookseite „Kelkheimer Adventskalender“, im Höchster Kreisblatt, in der „Kelkheimer Zeitung“ sowie im Amtsblatt veröffentlicht. Genügend Möglichkeiten also, dass man nicht aus Unwissenheit am Glück vorbeigeht. Gewinne können bis zum 31. Januar 2019 bei Optik + Akustik Ufer, Frankenallee 22 abgeholt werden. Nicht abgeholte Preise verfallen und werden – so ist es zu vermuten – einem guten Zweck zugeführt. Und wieder gelang es beiden Clubs, im Lauf des Sommers 2018 noch mehr Preise, nämlich 350 gegenüber 304 als im Vorjahr für den Kalender zu „organisieren“. Der Gesamtwert wird mit etwa 21 000 gegenüber 19500 Euro im vergangenen Jahr beziffert. Zu gewinnen gibt es Gutscheine für Reisen, für viele Restaurants und Einzelhandelsgeschäfte oder jeweils ein Wochenende mit hochwertigen Autos zu „erleben“. Weiter auf der Liste der Gewinne: Eintrittskarten für Theater in Frankfurt und Wiesbaden. Außerdem werden digitale Jahres-Abonnements „Neue Presse“ verlost. An den Spenden haben sich namhafte Kelkheimer Firmen beteiligt, wie auch schon in den vergangenen Jahren.

Und seit dem Beginn der Aktion „Weihnachtskalender“ wurde das Titelbild bei einem Schüler- Wettbewerb ausgewählt. Dieses Jahr war die Max-von- Gagern-Schule mit der Gestaltung dieses Bildes betraut worden. Ausgewählt wurde Aaron Brachts Bild. Mit der Einbeziehung der Kelkheimer Schulen würden auch die Ziele dieses Projekts symbolisiert, betonen Rotarier und Lions: Beide Clubs wollen mit dem Erlös aus dem Verkauf der Kalender Kinder und Jugendliche in Kelkheimer Schulen mit verschiedenen Projekten unterstützen. Landrat Michael Cyriax hat wieder die Schirmherrschaft für diese Aktion übernommen. Der erste Kalender kam 2012 auf den Markt, offensichtlich angeregt von diesem Kelkheimer Erfolg kommt nun auch im Nachbarort Hofheim ein Weihnachtskalender aus ähnlicher Quelle auf den Markt. Im Anfangsjahr stifteten 103 Sponsoren 233 Preise im Wert von 13.000 Euro. Wie sich das ausgeweitet hat, war im oberen Teil dieses Berichtes zu lesen.

 

Kelkheimer Zeitung 25.10.2018

Engagement

 

Wie Dokumentarfilmer Peter Weinert für bedrohte Völker kämpft

 

Von FRANK WEINER

 

Nach rund 70 Filmen ist Peter Weinert im Ruhestand – allerdings führt er privat Gruppen noch rund um denGlobus

Weinert aus Kelkheim hat viele Dokumentarfilme gemacht, hier die Dreharbeiten bei den Mursi in Äthiopien.

Die Pygmäen sind Waldmenschen im Grenzgebiet Kamerun-Kongo. Peter Weinert, langjähriger Kelkheimer Dokumentarfilmer, hat sie besucht. Obwohl der 68-Jährige in seiner Karriere rund 70 Filmreisen unternommen hat – diese Fahrt hat ihn berührt: „Sie wissen, dass sie gefährdet sind und ihr Lebensraum massiv zerstört.“ Einer der alten Männer habe gesagt: „Der Wald ist unsere Heimat. Wenn wir ihn verlassen oder der Wald stirbt, werden wir untergehen.“ Die Pygmäen, die nicht größer als 1,50 Meter werden, haben sich in den Dschungel zurückgezogen. Weinert erreichte sie mit dem Team nach einem mehrtägigen Fußmarsch durch Wasser und Schlamm. Er sagt: „Es ist zu befürchten, dass diese Pygmäen ihren Lebensraum verlieren werden.“

Gut 35 Berufsjahre

Peter Weinert versuchte in seinen fast 35 Berufsjahren einiges, um auf solche Schicksale aufmerksam zu machen. „Weiter Einfluss zu nehmen, ist nicht möglich.“ Aber er informiert. Demnächst als Mitglied des Lions Clubs Kelkheim. In seinem Vortrag „Völker dieser Erde“ reist er noch einmal zu sechs Gruppen, die er zwischen 1998 und 2006 in Filmen vorgestellt hat (siehe Text rechts). „Aufklären ist die einzige Möglichkeit“, weiß Weinert und war auch bei den Pygmäen in Gefahr. Er hat im Kongo heimlich im Sägewerk gefilmt, wo die Bäume, der Lebensraum des Volkes, zerstört werden. „Als die Leute das gemerkt haben, da durften wir aber laufen“, erinnert sich Weinert.

 

Eine Frau der Rendille in Kenia.

 

„Ich habe einige Male Angst in meinem Leben gehabt und auch viel geweint“, räumt der Filmer ein. In der Tropenklinik lag er, im Kongo geriet er sechs Wochen lang zwischen die Fronten des Bürgerkriegs, in der Türkei saß er drei Tage in einem Militärgefängnis und wurde verprügelt. Richtig eng wurde es in der äthiopischen Wüste, als ihm einen Stammeschef die Kalaschnikow in den Bauch hielt. Weinert und sein Team mussten ein hohes Lösegeld bezahlen, was nach schwierigen Telefonaten zum Glück klappte.

Aber im Rückblick möchte er seinen Beruf nicht missen. Er habe beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen Glück gehabt, dort mit eigenen Leuten gearbeitet. Heute werden solche Dokumentationen an private Produktionsfirmen ausgelagert, „da geht es nur um Kosten“. Weinert: „Da müsste ich mich verdingen. Das will ich nicht mehr.“ Deshalb hat er die Kamera an den Nagel gehängt. Dennoch ist er viel unterwegs, reist privat mit Gruppen in entlegene Winkel, zuletzt in die ProvinzMustang in Nepal, demnächst nach Bhutan.               Sri Lanka: ein Mann der Wedda.

 

Ein Land, das er schon 1995 besucht hat und damals „im Mittelalter“ gesteckt habe. „Da habe ich die Entwicklung mitbekommen.“ Zudem hält Weinert Vorträge. Sich ganz zur Ruhe setzen? „Das geht nicht. Ich habe ja für den Rest meines Lebens auch noch etwas zu sagen und sehe das als Berufung an.“

 Ein Schlüssel zum Erfolg des Filmers war stets sein Freund Wolfgang Uhl. Die Reiseziele hatte das Team von Weinert „theoretisch herausgesucht“. Uhl war es dann, der die meist entlegenen Orte vorab bereiste und die Völker auf die Kamera vorbereitete. „Ob sie es verstanden haben oder nicht.“ Ohne mindestens zwei Dolmetscher ging es für das Team nicht. Weinert atmet nach seiner weltumspannenden Karriere auf: „Wir haben immer einen Film hingekriegt.“ Auch wenn ihm sein Chef für einen möglichen Ausfall des Beitrages mal großzügig sagte: „Einen haben Sie gut.“

 Aber im Rückblick möchte er seinen Beruf nicht missen. Er habe beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen Glück gehabt, dort mit eigenen Leuten gearbeitet. Heute werden solche Dokumentationen an private Produktionsfirmen ausgelagert, „da geht es nur um Kosten“. Weinert: „Da müsste ich mich verdingen. Das will ich nicht mehr.“ Deshalb hat er die Kamera an den Nagel gehängt. Dennoch ist er viel unterwegs, reist privat mit Gruppen in entlegene Winkel, zuletzt in die Provinz Mustang in Nepal, demnächst nach Bhutan. Ein Land, das er schon 1995 besucht hat und damals „im Mittelalter“ gesteckt habe. „Da habe ich die Entwicklung mitbekommen.“ Zudem hält Weinert Vorträge. Sich ganz zur Ruhe setzen? „Das geht nicht. Ich habe ja für den Rest meines Lebens auch noch etwas zu sagen und sehe das als Berufung an.“

 Ein Schlüssel zum Erfolg des Filmers war stets sein Freund Wolfgang Uhl. Die Reiseziele hatte das Team von Weinert „theoretisch herausgesucht“. Uhl war es dann, der die meist entlegenen Orte vorab bereiste und die Völker auf die Kamera vorbereitete. „Ob sie es verstanden haben oder nicht.“ Ohne mindestens zwei Dolmetscher ging es für das Team nicht. Weinert atmet nach seiner weltumspannenden Karriere auf: „Wir haben immer einen Film hingekriegt.“ Auch wenn ihm sein Chef für einen möglichen Ausfall des Beitrages mal großzügig sagte: „Einen haben Sie gut.“

Nun genießt der langjährige Kelkheimer seinen Ruhestand. Und schätzt seine Freunde von den Lions, für die er schon gut 15 Reisen organisiert hat. „Hier habe ich ein bisschen meine soziale Heimat gefunden“, sagt der Vater einer Tochter, dessen Traum noch mal eine Tour in die Antarktis ist. Zwar wird Weinert schnell seekrank, doch mit Schlafmitteln bekomme er das in den Griff, erinnert er sich an die letzten TV-Aufträge über die Fähren in Sansibar und den Philippinen, die er auf diese Art meisterte

Von Batak bis Wedda: Viele Stämme vom Aussterben bedroht

 

Den Vortrag „Völker dieser Erde“ präsentiert Peter Weinert am Freitag, 2. November, um 19.30 Uhr in der Stadthalle, Gagernring 1. Er stellt sechs Naturvölker vor, die er während seiner Dokumentarfilmreisen kennen und schätzen gelernt hat. Der Eintritt kostet 13, an der Abendkasse 15 Euro, für Jugendliche und Studenten sind es 8 Euro. Vorab gibt es die Karten im Kaufhaus Rita Born, bei der Buchhandlung Pabst, in der Sonnenapotheke Münster und bei Micha’s Lädchen in Fischbach. Neben den Pygmäen stattet Weinert dabei diesen Völkern einen Besuch ab:

   In Sri Lanka lebte das Team mehrere Wochen bei den Wedda. Sie sind die Ureinwohner, werden aber von den Singhalesen und Tamilen verdrängt. So zogen sie sich in die Urwälder der Insel zurück. Heute leben nur noch einige hundert Wedda in ihrer traditionellen Lebensform als Jäger und Sammler.

   In den Savannen im Norden von Kenia leben die Rendille als Nomaden oder in Dorfgemeinschaften. Ihre Überlebensgarantie sind ihre Tiere, vor allem Kamele und Ziegen. Ihr größtes Problem ist, dass es zu wenig Wasser gibt. Dazu kommen Sandstürme, die auch Weinerts Team zu schaffen machten. Frauen und Mädchen sind bunt gekleidet und tragen ausgefallenen Schmuck. Die Männer sind bekannt für Lehmfrisuren.

 

Von Regierung bekämpft

   Die Reise zum Volk der Mentawai dauert vier Tage. Nur gut 1000 von ihnen leben auf den gleichnamigen Inseln, die etwa 140 Kilometer vor Sumatra liegen, zurückgezogen im Regenwald. Sie bewohnen bis zu sechs Meter hohe Pfahlbauten, die bei starken Regenfällen dennoch in Gefahr sind. Auffällig ist die Ganzkörpertätowierung. Die indonesische Regierung bekämpft die Lebensweisen der Mentawai.

   Die Mursi in Äthiopien sind eines der etwa 80 ethnischen Völker des Landes. Sie leben isoliert, gelten als aggressiv, kriegerisch und misstrauisch. „Dreharbeiten bei ihnen sind äußerst schwierig“, weiß Weinert. Ihre Frauen tragen als Schmuck tönerne Teller in der aufgeschnittenen Unterlippe, die verziert werden und einen Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern haben.

   Die Batak sind eines der kleinsten Naturvölker und akut vom Aussterben bedroht. Die letzten leben auf der philippinischen Insel Palawan im Dschungel. Weinert: „Ein mehrtägiger, gefährlicher und anstrengender Fußmarsch ist notwendig, um sie in ihrem Lebensraum zu beobachten. Leider sind Giftschlangen hier zu Hause.“ Sie sind Jäger und Sammler. Viele sterben sehr früh an Malaria oder Tuberkulose. Die Frauen bekommen zwar bis zu zehn Kinder, doch die Sterblichkeitsrate ist mit 80 Prozent sehr hoch.

 ( wein)

 

Höchster Keisblatt  24.10.2018

Zu Gast bei Völkern, die es vielleicht bald gar nicht mehr gibt

Der Kelkheimer Fernsehjournalist und Regisseur Peter Weinert hat in den letzten 32 Jahren für den Hessischen Rundfunk und den Kultursender ARTE siebzig Dokumentarfi lme in fast fünfzig Ländern realisiert. Einer der inhaltlichen Schwerpunkte seiner Filme sind fremde Menschen, deren Kulturen und Traditionen, und ihr Kampf ums Überleben, denn ihre Lebensräume werden immer kleiner oder zerstört. Nach diesem arbeits- und reise-reichen Leben ist Peter Weinert seit kurzer Zeit Ruheständler, hat sich „hinten im Taunus“ angesiedelt und ist doch kein bisschen ruhiger geworden. Das zeigt sich einmal mehr, als sich der Filmemacher wieder für einen seiner faszinierenden Vorträge, veranstaltet von den Lions, in der Stadthalle zur Verfügung stellt. Für diesen Abend am 2. November um 19.30 Uhr hat Peter Weinert Ausschnitte von sechs seiner Reisen zu sehr unterschiedlichen Naturvölkern auf mehr-eren Kontinenten zusammengestellt.

Die Filmausschnitte werden von ihm live kommentiert. Sie sind faszinierend, weil sie Menschen zeigen, die in für uns völlig fremden Welten leben. Und sie stimmen nachdenklich, denn fast alle stehen vor dem Kollaps. In Sri Lanka lebte das Team des Hessischen Rundfunks mehrere Wochen bei den Wedda. Sie waren die ersten, die die „Strahlend schöne Insel“ vor wahrscheinlich 20.000 Jahren bevölkerten. Heute leben nur noch einige hundert Wedda in ihrer traditionellen Lebensform als Jäger und Sammler. Doch wie lange noch?

 In den endlosen Savannen im Norden von Kenia lebt das Volk der Rendille als Nomaden oder in kleinen Dorfgemeinschaften. Ihre Überlebensgarantie sind ihre Tiere, vor allem Kamele und Ziegen. Ihr größtes Problem ist, dass es in ihrer Region nie genügend Wasser gibt. Dazu kommen schwere Sandstürme, die auch dem Team des Hessischen Rundfunks zu schaffen machten. Trotzdem sind Frauen und jungen Mädchen bunt gekleidet und tragen ausgefallenen Schmuck. Die Männer der Rendille sind bekannt für ihre außergewöhnlichen Lehmfrisuren. Ihr Lebensraum ist bedroht, weil die Trocken-perioden immer länger werden.

 Die Reise zu dem Volk der Mentawai dauert vier Tage. Sie gehört zu den aufwendigsten und spannendsten, die das Team um Peter Weinert gemacht haben. Die Mentawai leben auf den gleichnamigen Inseln, die etwa 140 Kilometer vor Sumatra liegen. Allerdings nur noch etwa 1.000 von ihnen nach ihrer traditionellen animistischen Naturreligion, zurück-gezogen im Regenwald. Die Mentawai, die das Team  okumentiert, leben auf bis zu sechs Meter hohen Pfahlbauten in der Nähe eines Flusses. Das auffälligste äußere Merkmal der Mentawai ist von jeher die traditionelle Ganzkörpertätowierung bei den Männern und Frauen. Sie ist ein Schönheitsmal, sie soll nach ihrem Glauben aber auch das Gleich-gewicht zwischen Körper und Universum herstellen.

Die Mursi in Äthiopien sind eines der etwa 80 ethnischen Völker des Landes. Sie leben im Dreiländereck Äthiopien, Kenia, Sudan. Ihr Stammesgebiet im Omo Tal ist etwa 2000 qkm groß. Sie leben sehr isoliert, gelten als aggressiv, kriegerisch und misstrauisch. Dreharbeiten bei ihnen sind äußerst schwierig. Berühmt geworden sind die Mursi durch  ihre Frauen. Sie tragen als Schmuck tönerne Lippenteller, die individuell verziert werden. Getragen werden sie in der aufgeschnittenen Unterlippe. Einige Lippenteller haben einen Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern. Die Mursi sind Viehzüchter, nur ab und zu Jäger und Sammler. Auch ihr Leben wird wie bei vielen anderen Völkern in Afrika geprägt  von der ständigen Suche nach Trinkwasser. Vom Aussterben ist das Volk der Mursi nicht bedroht.

 Die Batak sind eines der kleinsten Naturvölker dieser Erde. Damit aber auch akut vom Aussterben bedroht. Die letzten 200 bis 300 von ihnen leben auf der philippinischen Insel Palawan im Dschungel. Ein mehrtägiger, gefährlicher und anstrengender Fußmarsch ist notwendig, um sie in ihrem Lebensraum zu beobachten. Die Batak sind Seminomaden. In der Regenzeit wohnen sie in Hütten. In der Trockenzeit ziehen sie von Lagerplatz zu Lagerplatz. Sie sind Jäger und Sammler. Ein Hauptnahrungsmittel ist die Maniokwurzel- eine Lianenart. Viele Stammesmitglieder sterben sehr früh an Malaria oder Tuberkulose. Die Frauen bekommen zwar bis zu zehn Kinder, doch die Sterblichkeitsrate ist mit 80 Prozent sehr hoch. So gibt es für dieses Volk kaum eine Überlebenschance.

Die Pygmäen, die Waldmenschen im Grenzgebiet Kamerun-Kongo, sind ebenfalls im Überlebenskampf. Ihr Lebensraum wird abgeholzt. Immer tiefer haben sie sich deshalb in den letzten Jahren in den Dschungel zurückgezogen. Auch hier ist ein mehrtägiger Fußmarsch durch Schlamm und Wasser angesagt, um sie zu besuchen. Die Kleidung der Frauen ist aus Blättern, die der Männer aus Rinden. Sie leben vom Fischfang in den Flüssen und sind Jäger und Sammler. Die Durchschnittsgröße der Frauen liegt bei 1 Meter 40, bei den Männern knapp unter 1 Meter 50. Ihr Dschungel ist in Gefahr. Einer der alten Männer hat es so ausgedrückt: „Der Wald ist unsere Heimat. Wenn wir ihn verlassen oder der Wald stirbt, werden wir untergehen. Wir sind ein Volk des Waldes.“

 

Eintritt 13 Euro, Abendkasse 15 Euro, Jugendliche und Studenten acht Euro.

 

Vorverkauf:

Kaufhaus Rita Born

Buchhandlung Pabst

Sonnenapotheke Münster,

Micha’s Lädchen Fischbach

online: www.lions-kelkheim.de.

Der Reinerlös dieser Veranstaltung ist wieder für die Sozialarbeit der Lions bestimmt.

 

Kelkheimer Zeitung 18.10.2018

Kelkheimer Lions

Wolfgang Pachali führt den Lions-Club zum zweiten Mal

Die Kelkheimer Lions sind gut aufgestellt, widmen sich aber auch schon wichtigen Weichenstellungen in der Zukunft.

 Kelkheim (hier die Katholische Kirche in Fischbach) hat Wolfgang Pachali als Lions-Präsident bei den Projekten vor allem im Blick.

 

Kelkheim. 

 Wolfgang Pachali ist ein Mann, der die Herausforderungen, Themen und auch Probleme klar benennt. Der 68-Jährige hat nach Kaufmannsausbildung, BWL- und Psychologie-Studium Karriere im Personalwesen gemacht. Führungskräfte qualifizierte er weiter, war bei einer großen Versicherung Bereichsleiter Personal und führte sie später strategisch ins digitale Zeitalter. Klare Worte wählt Pachali aber auch privat – derzeit in seiner neuen alten Rolle als Präsident des Lions-Clubs Kelkheim. Diese Aufgabe hatte er kurz nach seinem Eintritt schon 2003 inne – nun das Comeback.

 Das Motto seines Präsidenten-Jahres lautet „In Freundschaft Gutes tun“. Dabei verliert er neben den vielen Aktionen aber auch nicht die Herausforderungen aus dem Blick. „Wir haben einen elitären Touch und werden so gesehen – und ich kann es auch verstehen“, betont Pachali. Schließlich habe es hier „jeder im Leben zu etwas gebracht und könne stolz darauf sein“. Doch elitär sei der Club trotzdem keineswegs, deswegen ärgert sich der Chef über solche Vorurteile. Gemeinsam mit Peter Ottiger, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, zählt er eine Reihe von Beispielen auf, weshalb der Club keinesfalls vornehm sei. Beim Jazz-Konzert am Rettershof stehen die Helfer am Grill, auch die Frauen machen mit und servieren. Beim Weihnachtsmarkt in Münster braten die Lions Kartoffelpuffer, und bei den internen Treffen geht es auch um Jedermann-Themen wie Digitalisierung, Malerei oder Fotografie. Über Nordkorea oder Frankreichs Präsident Macron wird ebenso gesprochen. Am 2. November um 19.30 Uhr in der Stadthalle laden die Lions ein breites Publikum ein: Dann wird ihr Mitglied, TV-Filmer Peter Weinert, über die „Naturvölker diese Welt“ erzählen.

 Pachali sieht noch weitere wichtige Aufgaben im Club: Zum einen die Verjüngung. 35 Mitglieder sind es, deutlich mehr sollen es nicht werden. Viele befinden sich um Ruhestand, das älteste Mitglied ist über 80. Hier sei es schon ein Ziel, langsam Nachwuchs zu werben. Dass es mit den Rotariern eine ähnliche Organisation in Kelkheim gibt, sieht Pachali nicht als Konkurrenz. Im Gegenteil: Von Anfang an sprechen sich beide Gruppen ab und stemmen ein Großprojekt, den Adventskalender, gemeinsam. Pro Jahr werden vor Steuern mehr als 20 000 Euro eingenommen, weit über 100 000 Euro sind es seit dem Start. Bei mehr als 35 000 Euro im Jahr, die der Lions-Club zur Verfügung hat, sei dieser Anteil „eine sichere Bank“, so Ottiger.

 

Bildung ein Schwerpunkt

 Damit kann die Initiative auch größere Projekte unterstützen wie den Kauf eines Kühlwagens für die Tafel. Zudem gab’s Hilfe für die Fahrradwerkstatt an der Gesamtschule Fischbach, während das Schul-Präventionsprojekt „Klasse 2000“ schon einige Zeit läuft. Bildung und Erziehung seien die Schwerpunkte der Arbeit, so Pachali. Viel ehrenamtliches, weniger finanzielles Engagement legen die Lions in zwei weitere Vorhaben: Bei „Hilfe für kleine Ohren“ sammeln sie gebrauchte Hörgeräte, richten sie her und leiten sie an Entwicklungsländer weiter. Die Integration von Flüchtlingen läuft wiederum in Kelkheim. Ziel sei es, sie „in Lohn und Brot zu bringen“, sagt Pachali und wünscht sich, einfacher mit Firmen in Kontakt zu kommen.

 

Herrenclub bleiben

 Und für die Zukunft? Der Präsident, der gerne wandert, zu den Kelkheimer Philosophen geht, Kultur und Geschichte mag, möchte die Lions als Herrenclub wahren. Es habe Diskussion über die Umwandlung in eine gemischte Gruppe gegeben. Doch die Frauen seien ohnehin sehr eingebunden in den Arbeitsgruppen. Jenes Team, das sich um die Verwendung der Gelder kümmere, bestehe fast komplett aus Damen. Zudem könne in einem gemischten Club nur ein Ehepartner Mitglied sein. Pachali, der in Naurod wohnt und aus Berlin stammt, sieht sich nicht als „regierender“ Präsident, sondern eher als Koordinator: „Dieser Club führt und regiert sich selbst.“ Hier stimme die Chemie, hier seien Freundschaften entstanden.

(wein)

 

Höchster Kreisblatt  22.09.2018

Wolfgang Pachali ist neuer Lions-Präsident

 

Dieser Titel ist für Wolfgang Pachali aus Naurod nicht neu. Zwei Jahre, nachdem er zu den Kelkheimer Lions gestoßen war („Ein Freund aus Kelkheim hatte mir von dem Club vorgeschwärmt“), bekleidete er schon einmal das Amt des Präsidenten im Lions Club Kelkheim. Kein neuer „Job“ für ihn also. Die Wiederholung des Präsidentenamtes ergibt sich daraus, dass der Präsident in jedem Jahr satzungsgemäß wechselt. Das kann Vorteile, auch Nachteile haben. Die Bürde dieses Amtes lastet dann nur ein Jahr auf den Schultern des Präsidenten, er kann in diesem Jahr zwar Akzente setzen, aber nicht dominieren. Der gelernte Industriekaufmann, der Betriebswirtschaft studierte und dann den Personalbereich der R+V Versicherung betreute, Generalbevollmächtigter war, hat trotzdem viele Aufgaben vor sich, obwohl innerhalb des Clubs die Aufgabengebiete und Funktionen besetzt sind und betreut werden. So ist es die Aufgabe des Präsidenten, mit den Teams zu arbeiten, neue Ideen aufzunehmen, diese auf ihre Verwertbarkeit zu prüfen und für den Informationsfluss und Transparenz im Club zu sorgen, auch um sicherzustellen, dass es ein harmonisches Clubleben gibt. Und wichtig: „Neue Mitglieder müssen zu uns passen.“ So bleibt denn weiter keine Arbeit mehr für einen Kelkheimer Lions-Präsidenten? Mitnichten. So wird es in seinem Amtsjahr 18 Termine für Vorträge geben, von denen die Hälfte von „eigenen Leuten“ bestritten werden. Ein „Schmankerl“ für ganz Kelkheim, und alle zwei Jahre im Terminkalender: Peter Weinert mit seinen Fernsehfilmen in der Stadthalle, die er auf seinen langen Reisen dreht. Der Titel „Völker der Welt“. Der Termin in diesem Jahr ist der 2. November. Mehr und mehr schälen sich die anderen Aufgaben heraus. Auch in diesem Jahr wird es wieder den Adventskalender geben, der zusammen mit dem Rotary Club hergestellt wird, und der beiden Clubs aus den Erlösen ermöglicht, Geld für die jeweils gestellten Aufgaben auszugeben, wie zum Beispiel die Hilfe in den Kelkheimer Schulen. Ein Beispiel: Das Präventionsprogramm, um Konflikte einzudämmen, Drogen zu verhindern und auch gesunde Ernährung zu sichern. Natürlich, der Weihnachtsmarkt ist wieder ein Thema, das Konzert mit der Barrelhouse Jazzband im Rückblick ein großer Erfolg, vor allem als finanzielles Polster für die Aufgaben, die sich der Club gestellt hat.

Jedoch bewegt den Präsidenten ein ganz anderes Problem, die Integration junger Flüchtlinge, vor allem auf dem Weg der Arbeitsbeschaffung in unsere Gesellschaft. Das bedeutet nicht nur die unendlichen Barrieren, die der Bürokratismus aufbaut („die Angestellten in den Ämtern sind immer außerordentlich hilfsbereit“) – es sind auch die Gespräche mit Arbeitgebern, und die Fragen: Wie sind die Deutschkenntnisse. Es dauert immer eine gewisse Zeit, bis ein Geflüchteter Deutsch lernt, so sehr er sich auch bemüht. Andererseits sind sprachliche Barrieren auch ein Hindernis im Betriebsablauf. Hier vermitteln, hier helfen, sieht der Präsident als eine wichtige Aufgabe an. Dabei ist ihm absolut klar, dass ein Leben junger Leute in einem fremden Land mit ganz anderen Werten als zu Hause in engen Verhältnissen die Harmonie nicht unbedingt fördert. Etwas Hoffnung geben ihm aber Zahlen über den Stand der Beschäftigung von Flüchtlingen, die höher sind, als wohl erwartet. Gespräche also weiter mit Arbeitgebern und Behörden, genauso wie die Förderung der Aktion von Sammlung von ausgedienten Hörgeräten, die in Afrika noch zu verwenden sind. Diese Hörgeräte kommen beim Club aus ganz Deutschland an, werden in Kelkheim sortiert, gelagert und dann versendet. Die Versandkosten und anderen Kosten trägt der Club. Und so hat sich Wolfgang Pachali als Motto den Satz gewählt: „In Freundschaft Gutes tun.“

Keine leichte Aufgabe.

 

Kelkheimer Zeitung  30.08.2018

Lions und Rotarier voll im Einsatz für den Adventskalender 2018

Der Lions Club und der Rotary Club Kelkheim bereiten sich trotz der Sommerzeit zum sechsten Mal darauf vor, einen Adventskalender, herauszubringen, für den die Preise gestiftet werden.

Dank der Hilfsbereitschaft von Spendern in Kelkheim und in der Umgebung kamen 2017 rund 300 Preise im Gesamtwert von knapp 19.500 Euro zusammen. Die Anzahl der verkauften Kalender (fast 5.000 Stück) und der Wert der Preise lagen in der Größenordnung des Vorjahres. Die Brutto-Einnahmen von insgesamt knapp 25.000 Euro wurden nach Abzug der Aufwendungen unter den beiden Clubs geteilt. Sowohl der Rotary als auch der Lions Club wollen erneut den Überschuss aus dieser Aktion für Vorhaben verwenden, die der Förderung von Kindern und Jugendlichen im Raum Kelkheim dienen.

Der Lions Club Kelkheim unterstützt 2018, in der Regel gemeinsam mit dem jeweiligen Förderverein, weiterhin Projekte in Kelkheimer Schulen. Partner sind dabei die Grundschulen Liederbach, Max-von-Gagern und Sindlinger Wiesen. Weitere Vorhaben sind die Unterstützung der Theater AG in der Pestalozzi- Schule, mit dem Projekt Experticus AG werden Kinder der Grundschule Fischbach spielerisch an natur-wissenschaftliche Fragen herangeführt. Bedürftigen Kindern wird geholfen, damit sie an den Ferienspielen der Stadt teilnehmen können.

Der Rotary Club Kelkheim hat für die Verwendung der Erlöse aus dem Adventskalender- Projekt das langfristig angelegte Projekt „Make dreams real“ gestartet. Der Fokus des Projektes ist die finanzielle und tatkräftige Unterstützung von Schulen und Jugendeinrichtungen in der Stadt. Im Jahr 2016 hat der Club mehrjährige Patenschaften mit der Rossert- und der Anne - Fr a n k-Schule begonnen und fördert Projekte dieser Schulen. Hierzu gehört auch das kürzlich vorgestellte Projekt „Lernen mit Herz und Verstand“ an der Anne Frank-Schule. Zu den geförderten Inhalten gehört die Bibliothek, die Anschaffung von Geräten, Werkzeugen und Spielen, wie auch Beiträge zur politischen Bildung. Das Ziel ist die nachhaltige Unterstützung und Förderung der Schulen und Schüler. Der Rotary Club ist offen für weitere Patenschaften mit Kelkheimer Schulen und Jugendeinrichtungen. Das sind Beispiele dafür, wie der Erlös aus dem Verkauf der Adventskalender 2017 verwendet wurde oder verwendet werden soll.

Wie in den Vorjahren werden die Clubmitglieder die bisherigen Spender und auch potentielle neue Spender im Laufe des Sommers ansprechen.

 

Kelkheimer Zeitung 05.07.2018

 

Lions: Rundherum Zufriedenheit

Die Barrelhouse Jazzband war mit den Beifall zufrieden, die Lions als Veranstalter des Jazzkonzertes auf dem Rettershof mit dem Ansturm der vielen Besucher und die Besucher mit dem Jazz und Swing der Barrelhouse Band, Musik auf dem New Orleans der zwanziger Jahre, mit creolischem Einschlag, über Duke Ellington (Caravan) bis hin zu den Beatles.

Es wurden Stühle in Mengen geschleppt, um die Gäste unterzubringen, es wurden jede Menge Bratwürste gegrillt und wohl auch das eine oder andere Bierchen ausgeschenkt.

Von alledem ließen sich die Rauchschwalben nicht beeinflussen, die der Klarinetten, Trompeten, Bass und Saxophon ihre Jungen fütterten. Wie immer ist der Erlös eines solchen Lions-Konzertes, es war ja nicht das erste, dazu bestimmt, schulische und soziale Einrichtungen in Kelkheim zu fördern. Dafür opfern die Mitglieder Zeit und einen Sonntag und geben sich Tätigkeiten hin, die sonst kaum zu ihren Berufen gehören. Wie das Grillen von Bratwürsten.

Der übervolle Parkplatz dokumentierte, dass die Lions mit diesem Konzert wieder richtig lagen und vollauf zufrieden sein können.

Ein lohnender Einsatz. Zustimmung auch von Bürgermeister Albrecht Kündiger, der unter den Gästen war, obwohl es nicht seine Musik war ...

 

Kelkheimer Zeitung 05.07.2018

 

Clubs denken schon jetzt an den Adventskalender

 

Kelkheim. Es ist sicherlich sehr ungewöhnlich, im Juni bei den herrschenden Temperaturen an die Adventszeit zu denken. Der Lions und der Rotary Club Kelkheim haben das Thema aber längst auf dem Schirm. Sie wollen auch in diesem Jahr, inzwischen zum sechsten Mal, gemeinsam einen Adventskalender anbieten, für den Unternehmen Preise stiften. Die Vorbereitungen für diese Aktion müssen rechtzeitig begonnen werden, damit sichergestellt ist, dass Ende Oktober/Anfang November die Kalender zum Verkauf ausliegen. Deshalb wird bald um Unterstützung geworben.

 Dank der Hilfsbereitschaft von Spendern in Kelkheim und in der Umgebung gab es 2017 etwa 300 Preise im Gesamtwert von knapp 19 500 Euro. Die Brutto-Einnahmen der verkauften Karten (fast 5000 Stück) von knapp 25 000 Euro wurden nach Abzug der Aufwendungen unter den beiden Clubs geteilt. Die Einnahmen sollen auch dieses Jahr zur Förderung von Kindern und Jugendlichen im Raum Kelkheim dienen. Dabei werden Projekte wie das Lions-Programm „Klasse 2000“ oder „Make dreams real“ vom Rotary Club unterstützt. Das Deckblatt wird regelmäßig von Schülern gestaltet. 2018 war die Max-von-Gagern-Schule dran, das Siegerbild kam von Aaron Bracht aus der Klasse 3 a.

rou

 

Höchster Kreisblatt  22.06.2018

New-Orleans-Jazz in Kelkheim

 

Kelkheim. Der Lions Club lädt zu Jazzklängen ein. Das Konzert am Sonntag, 17. Juni, mit der weltweit berühmten Barrelhouse Jazzband aus Frankfurt beginnt um 11 Uhr im Innenhof des Rettershofs in Kelkheim. Die Band hat bereits in mehr als 50 Ländern auf vier Kontnenten gespielt. 1977 gewann sie den deutschen Schallplatten-Preis. „Sie gilt als die wertvollste Jazzband Deutschlands und hat Jazz-Geschichte geschrieben.“ Meint Fritz Rau, der bekannteste Jazz-Promoter des Landes. Der „Barrelhouse-Stil“ umfasst heute Blues-Grooves genauso wie Swing-Beats. Das Ergebnis ist heiße Musik mit Mississippi-Klängen aus Frankfurt. New-Orleans-Jazz bleibt jedoch der Mittelpunkt des Band-Repertoires. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Karten im Vorverkauf für 20 Euro, für Kinder 10 Euro, gibt´s bei Kaufhaus Rita Born, Buchhandlung Papst Kelkheim, Buchhandlung Herr, Sonnen-Apotheke Münster, Micha´s Lädchen Fischbach und Schreibwaren Sulikowski Liederbach.

red

 

Höchster Kreisblatt 15.06.2018

„Wir leben Vielfalt“

FRANKFURTER STRASSE Lebenshilfe und Hofheimer Wohnungsbau laden zum frohen Fest

von Peter Kolar

Die Vogelnestschaukel wird vom Lions Club Kelkheim feierlich ihrer Bestimmung übergeben.
Hinten von links:Uve Lüders (Geschäftsführer Lebenshilfe),Peter Ottiger (Presseverantwortlicher Kelkheimer Lions)
sowie Rüdiger Erckel (Hauptspender und Finanzchef des Clubs)

Mit ihnen in der Schaukel freuen sich Tobias (mit seiner Mama) und Annika

 

HOFHEIM - „Über 1 200 Menschen, etwa 500 Haushalte, suchen bei uns nach bezahlbarem Wohnraum“, erklärte Norman Diehl, Geschäftsführer der Hofheimer Wohnungsbau GmbH (HWB) bei seiner Begrüßungsrede. Projekte wie das Kinder- und Kompetenzzentrum (KuK) in der Frankfurter Straße 80 könne man nur zusammen mit den Menschen umsetzen.

Mit der Nachbarschaft wurde konstruktiv diskutiert, dann konnte der Bau gemeinsam mit der Lebenshilfe angegangen werden. Die Anwohner hätten von Beginn an das Vorhaben wohlwollend begleitet und die Baustelle geduldig ertragen. Seit der Fertigstellung des Hauses, der Übergabe der Wohnungen und der offiziellen Einweihung des KuK im September 2017 hat sich viel getan.

Die 22 Wohnungen wurden bezogen, die Lebenshilfe hat ihre Arbeit aufgenommen, und so werden die Räumlichkeiten Tag für Tag von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen von Leben erfüllt. Gleich nebenan befindet sich das Wohnprojekt „MITLeben“ mit drei Wohngemeinschaften (WGs) für Menschen mit hohem Hilfebedarf.

 

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Von Links: Daniela Cullmann (Leiterin des Familien-unterstützenden Dienstes), Veronika Runge (Leiterin für Betreutes Wohnen) und

Gabi Fröhlich (Leiterin der Frühförderung).

 

 

 

Fotos: Peter Kolar

Orchideen und Präsente zum Jubiläum

„Das sollte ja auch eine Überraschung sein“, lachte Gabi Fröhlich, die Leiterin der Frühförderung, als sie Daniela Cullmann, Leiterin des Familienunterstützenden Dienstes (FuD) und Veronika Runge, Leiterin des Betreuten Wohnens, zu sich ans Mikrofon bat. Für 30- und 25-jähriges Bestehen überreichte sie den beiden Damen Orchideen und kleine Präsente.

Beide standen, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe und auch der HWB, den vielen Besuchern zur Verfügung, um Fragen zu beantworten, über Probleme zu diskutieren oder durch die Räumlichkeiten zu führen. Die Freude über das schöne Anwesen und das farbenfrohe Fest stand allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. „Es heißt doch Lebenshilfe Main-Taunus, und da fühlen wir uns schon dafür verantwortlich“, erklärt Peter Ottiger, der beim Lions Club Kelkheim für die Pressearbeit verantwortlich ist. Uve Lüder, der Geschäftsführer der Lebenshilfe, freute sich sichtlich über dieses Engagement.

„Ich hatte 70. Geburtstag, da habe ich statt Geschenken Geld gesammelt, und der Club hat noch etwas drauf gelegt“, strahlt Rüdiger Erckel, zuständig für die Finanzen der Kelkheimer Lions. Jetzt konnte die große Vogelnestschaukel feierlich an die Lebenshilfe übergeben werden.

Etwa 5 300 Euro kostet das gute Stück, denn es muss ja auch fest im Boden verankert sein. Gut angelegtes Geld, findet Erckel, denn diese Kinder bräuchten so viel Unterstützung wie nur möglich. Er selbst habe stets viel Glück gehabt, und was er jetzt von den Kindern in der Lebenshilfe zurückbekomme, sei einfach unbezahlbar.

An der gelebten Vielfalt der Lebens-hilfe hatten am Tag der offenen Tür alle Gäste ihre Freude. Hier ein Blick auf den Platz vor dem neuen Haus.

 

Bei Speis’ und Trank konnten es sich die vielen Besucher gutgehen lassen. Bei „Best Worscht“ gab es Deftiges, am Crêpes-Stand und an der Kuchen-Bar Süßes für den Gaumen. Es wurden viele Gespräche geführt, Räume besichtigt, musiziert und getanzt. Bunt eben, wie das Motto der Lebenshilfe: „Wir leben Vielfalt!“

Dass sich das Zusammenleben hier auf allen Ebenen, in der Öffentlichkeit, der Nachbarschaft, mit der HWB, so schnell und herausragend gut entwickelt hat, „macht mich einfach glücklich“, freut sich Uve Lüders, der Geschäftsführer der Lebenshilfe. Was auf so guten Fundamenten ruht, hat mit Sicherheit die besten Chancen für eine gute Zukunft, mögen sich viele Besucher des schönen Fests gedacht haben.

 

Hofheimer Zeitung, Dienstag 12. Juni 2018

 

LEBENSHILFE
Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung, Kreisvereinigung Main-Taunus e.V. Nachtigallenweg 19, 65779 Kelkheim, Telefon (0 6195) 60 08-0, www.lebenshilfe-main-taunus.de, info@lebenshilfe-main-taunus.net
Ehrenamtliche Mitarbeit, Beratung durch Ehrenamtskoordinatorin Annette Flegel, Telefon (0157) 84 55 88 25 oder annette.flegel@lhmtk.de

Barrelhouse-Jazzband kommt in den Rettershof – Die Lions haben eingeladen

Auch in diesem Jahr setzt der Lions Club Kelkheim die Jazz- Veranstaltungen im Innenhof des Rettershofes fort. In diesem Jahr erwarten die Lions am 17. Juni ab 11 Uhr die Barrelhouse Jazzband aus Frankfurt. „Sie gilt als die wertvollste Jazzband Deutschlands und hat geradezu Jazz-Geschichte geschrieben“, meinte Fritz Rau, der bekannteste Jazz-Promoter des Landes. Das Repertoire dieser Band reicht von den Werken der großen Meister des Jazz aus den 20er bis 50er Jahre des letzten Jahrhunderts bis zu zahlreichen eigenen Kompositionen aus jüngster Zeit. Es wurden immer wieder jüngere hoch talentierte Musiker integriert, die neue Ideen mitbrachten und den Sound, den Stil sowie die Klangfarbe der Band bereichert und erweitert haben, heißt es in der Ankündigung. Der „Barrelhouse-Stil“   umfasst heute Blues-Grooves genauso wie Swing-Beats. „Das Ergebnis ist heiße Musik mit Mississippi-Klängen aus Frankfurt am Main.“ New-Orleans-Jazz bleibe jedoch der Mittelpunkt des Repertoires der Band aus Frankfurt. Die Art, die Klassiker des Jazz neu zu arrangieren, der typische Barrelhouse-Beat und die sprichwörtliche Spielfreude haben die Barrelhouse Jazzband beim Publikum in Deutschland zur beliebtesten Gruppierung des traditionellen Jazz werden lassen, heißt es weiter in der Ankündigung der Lions.

 

Die Band ist weltweit unterwegs, sie hat bereits in über 50 Ländern in vier Kontinenten gespielt. Bis heute wurden mehr als 30 Schallplatten, CDs und DVDs veröffentlicht. „Das Hören der Band ersetzt einen Trip nach New Orleans“, meinte die FAZ. „Als kämen sie selbst aus New Orleans“ kommentierten die „Westfälische Nachrichten“. Schon mit den ersten Takten sprang der Funke von der Bühne ins Publikum über“, stellten die „Kieler Nachrichten“ fest.

 

Karten zum Preis von 20 oder zehn Euro für Kinder sind bei folgenden Vorver-kaufsstellen erhältlich:

 

Kaufhaus Rita Born,

Buchhandlung Pabst,

Buchhandlung Herr,

Sonnen-Apotheke, Münster,

Micha’s Lädchen, Fischbach,

Schreibwaren Sulikowski, Liederbach.

 

Kelkheimer Zeitung 30.05.2018

 

Der Adventskalender 2018 für Kelkheim und Liederbach

Während sich die anderen Kelkheimer auf den Frühling und Sommer vorbereiteten, überlegten sich Mitglieder der Lions und der Rotarier, wie denn wohl der Adventskalender für das Jahr 2018 aussehen könnte. Denn seit 2012 verkaufen der Lions Club und der Rotaryclub Kelkheim gemeinsam jeweils im November einen Adventskalender. Das Deckblatt dafür wird regelmäßig von Schülern aus Kelkheim oder Liederbach gestaltet. Nachdem letztes Jahr die Grundschule in Ruppertshain diese Aufgabe über-nommen hatte, wurde in diesem Jahr die Max-von- Gagern-Schule damit betraut. Dazu Peter Ottiger von den Lions: „Mit Begeisterung nahmen die Schüler der Klasse 3a diese Herausforderung an und schufen sehr unter-schiedliche phantasievolle Werke.

Den 3. Preis errang Melisa, Carlotta Hembach erhielt für ihr Bild den 2. Preis, und Aaron Bracht war der Gewinner des 1. Preises.“ Sein farbenfrohes Werk wird auch das Titelbild für den nächsten Adventskalender der beiden Kelkheimer Clubs sein. Die Gestaltung des Deckblattes des Adventskalenders durch Schüler ist ein Symbol. Denn der Erlös aus dem Verkauf des Kalenders wird wieder für wohltätige Zwecke zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen in Kelkheim verwendet werden. Die Kinder der Max-von-Gagern-Schule waren beeindruckt davon, dass ein Bild aus ihrer Klasse 5.000 mal gedruckt werden wird. Denn so hoch ist die Auflage des Kalenders. Wie in den vergangenen Jahren sind Lions und Rotarier unterwegs gewesen, um Gewinne für den Kalender einzusammeln. Zu den Gewinnen zählten im vergangenen Jahre ein Apple IPad, Gutscheine für Restaurants oder Einzelhandelsgeschäfte, für ein Wochenende mit einem Luxusfahrzeug, ein Jahres-Abonnement der „Neuen Presse“ und viele andere nützliche Dinge, die man gern hätte aber nicht selbst kauft.

 

Kelkheimer Zeitung 24.05.2018

Der Lions Club Kelkheim und „Klasse 2000“

In den letzten Ausgaben der Kelkheimer Zeitung haben wir ausführlich über den Adventskalender von Lions und Rotarier berichtet, auch darüber, wie diese beiden Organisationen in Kelkheim das Geld verwenden, das bei der Kalender-Aktion zusammengekommen ist: Vor allem für die Unterstützung der Kelkheimer Schulen. Nicht zuletzt deshalb erinnert der Lions Club daran, dass der Club seit Jahren Kinder und Jugendliche durch verschiedene Projekte unterstützt.

 

Darüber wird immer wieder in der Presse berichtet, zum Beispiel wenn der Club ein Spielmobil für das Museum Kelkheim, die Ausstattung einer Fahrradwerkstatt an der Gesamtschule Fischbach oder vieles anderes alleine oder zusammen mit den jeweiligen Fördervereinen von Schulen finanziert. Es gebe aber auch Vorhaben und Aufgaben des Lions Clubs Kelkheim, die mehr im Hintergrund, aber dafür umso langfristiger wirken. Und über die auch schon vor einiger Zeit in der „Kelkheimer Zeitung“ berichtet wurden, sodass sich hier eine Informations-Auffrischung durch den Lions Club ergibt.

Dazu gehört das Projekt „Klasse 2000“, das vor etwa 25 Jahren am Klinikum Nürnberg entwickelt wurde, von den Lions Deutschland gesponsert wurde und wird. Inzwischen habe das Projekt mehr als 1,4 Millionen Kinder erreicht, allein im Schuljahr 2016 /17 mehr als 450 000 Kinder in etwa 20 000 Klassen. Dieses Projekt zielt darauf hin, nicht nur die Gesundheit der Kinder zu fördern, sondern auch deren Gesundheit und Stabilität. Deshalb unterstützt der Lions Club Kelkheim, wie es in einer Pressemitteilung heißt, jedes Jahr seit 2001 mit mehreren tausend Euro das Programm „Klasse 2000“. Die Grundschulkinder erfahren – so wird in der Mitteilung unterstrichen – was gesund für sie ist, was ihnen gut tut, wie sie K o n f l i k t e friedlich lösen können. Sie werden ermutigt, auch Nein sagen zu können.

Das zielt darauf hin, sie weniger anfällig für Suchtgefahren zu machen wie Rauchen, Alkohol, Drogen, übermäßiger Fernsehkonsum und Ähnliches. Auch das zunehmende Problem Mobbing werde behandelt und dem Thema „Freunde haben, Freunde gewinnen“ gegenübergestellt. Dazu kommt, dass die Unterrichtsstunden „Klasse 2000“ besondere Höhepunkte für die Kinder sein sollen. Gesundheitsförderer/ innen führen in den Schulklassen während des Unterrichts zwei bis dreimal pro Jahr neue Themen ein und bringen dafür interessante Spiele und Materialen mit. Die Lehrkräfte, die dazu speziell geschult werden, vertiefen danach diese Punkte, sodass in jedem Schuljahr etwa vierzehn Klasse 2000 – Stunden stattfinden. Vier Jahre lang, vom 1. bis zum 4. Grundschuljahr, läuft das Programm, an dem in Kelkheim – vom Club Kelkheim gefördert, 39 Schulklassen teilnehmen:

Dazu zählen alle Schüler der Liederbachschule und der Grundschule Sindlinger Wiesen sowie zwei Jahrgänge der Max-von-Gagern-Schule. Dieser kontinuierliche Unterricht wirke sich – wie Begleitstudien bewiesen hätten – positiv auf die Kinder aus. Das zeige sich auch später im Zusammenhang mit den Problemen Rauchen, Drogen und „Komasaufen“, wenn die Kinder zu Jugendlichen herangewachsen sind. Gründe genug für den Lions Club, das Programm „Klasse 2000“ auch in den kommenden Jahren weiter finanziell zu unterstützen, schreibt Dr. Peter Ottiger in seiner Pressemitteilung des Lions-Club Kelkheim.

 

Kelkheimer Zeitung 15.02.2018

 

In jedem Jahr erfolgreicher: Der Adventskalender der Rotarier und Lions

Die Lions und Rotarier waren zufrieden mit dem Verkauf des Adventskalenders 2017. Denn bis auf 148 Exemplare wurden die 5.000 Adventskalender verkauft. Ein hervorragendes Ereignis, freuten sich die beiden Präsidenten der Lions Wolfgang Nistroj (Zweiter von rechts) und der Rotarier, Dr. Peter Petersen. „Und damit wurde der Verkauf des Kalenders mit seinen wertvollen Gewinnen im vierten Jahr immer erfolgreicher.“

Davon profitierte unter anderem dieses Mal Alexandra Nunheim, die ein großes I-Pad gewann. Die Reiseverkehrskauffrau scheint ein Glückskind zu sein, denn vor Jahren gewann sie bei einer firmeninternen Verlosung einen Flug nach Amerika.

Für sie und ihre Familie ist es sowieso selbstverständlich, jedes Jahr zur Weihnachtszeit den Adventskalender zu kaufen. Allein schon die Spannung, ob man etwas gewonnen hat oder nicht, sind die fünf Euro wert.

Zufrieden ist auch Jens Ufer, (ganz rechts), der es übernommen hatte, die Gewinne in seinem Geschäft in der Stadtmitte zu lagern und an die Gewinner auszugeben. Denn drei Viertel der Gewinne wurden abgeholt.

Der Rest wird versteigert, ein Vorhaben, dass den beiden Präsidenten noch einmal ein Lächeln wert ist. Denn bei der Versteigerung kommt noch einmal Geld zusammen, das dann dem allgemeinen Gewinn zugeführt wird. Und auch der hat sich gelohnt, vor allem im Hinblick darauf, dass davon wiederum Kelkheims Schulen profitieren, die in verschiedenen Breichen von den Lions und Rotariern unterstützt werden.

Und nebenbei bemerkt: Beide Präsidenten unterhielten sich bei dem Treffen darüber, was man in diesem Jahr noch besser machen kann.

Das heißt also im Klartext: Die Vorbreitungen für den neuen Kalender sind schon im Gange.

Kultur/Soziales

 

Kelkheimer Zeitung 01.02.2018

In Freundschaft Gutes tun

Wolfgang Pachali