Veranstaltung 2018

 

 

Naturvölker dieser Welt

Der Fernsehjournalist und Regisseur Peter Weinert will erneut seine Zuschauer in ganz fremde Welten entführen. Er zeigt Menschen in Asien und Afrika, deren Kulturen und Traditionen und sowie ihren Kampf ums Überleben, denn ihre Lebensräume werden immer kleiner oder zunehmend zerstört.

 

In Sri Lanka leben die Wedda, die Ureinwohner der Insel. Weil sie seit 2.500 Jahren immer mehr von aus Indien eingewanderten Singhalesen und Tamilen verdrängt werden, haben sie sich in die Urwälder der Insel zurückgezogen.  Dort finden sie noch in ihrer traditionellen Lebensform als Jäger und Sammler ihr Auskommen, aber wie lange noch?

 

Das Volk der Rendille lebt in den endlosen Savannen im Norden Kenias. Ihre Lebensbasis sind ihre Tiere. In dieser Region fällt jedoch nie genügend Wasser. Deshalb ist der Alltag ein ewiger Kampf ums Überleben, umso mehr als die Trockenperioden immer länger werden. Trotzdem verspüren sie eine große Lebensfreude. Frauen und Mädchen sind bunt gekleidet und tragen ausgefallenen Schmuck, während die Männer mit ihren außergewöhnlichen Lehmfrisuren auffallen.

 

Die Reise zu den Mentawi, die  Inseln bewohnen, die vor Sumatra/Indonesien liegen, war sehr aufwendig. Nur etwa 1000 von ihnen leben noch nach ihrer traditionellen animistischen Naturreligion. Auffällig ist ihre Ganzkörpertätowierung. Aufgrund von immer wiederkehrenden Überschwemmungen stehen ihre Häuser auf  ca. 6m hohen Pfählen. Die Mentawi  betreiben Fischfang, Schweinezucht und Ackerbau. Ihre Zukunft  ist ungewiss, denn die Regierung bekämpft massiv ihre überlieferten Lebensformen.

 

Die ca. 5.000 Mursi leben isoliert in dem Drei-Länder-Eck Äthiopien, Kenia und Sudan. Sie gelten als aggressiv, kriegerisch und misstrauisch. Dreharbeiten sind daher sehr schwierig. Die Mursi sind hauptsächlich Viehzüchter. Die Frauen tragen in der aufgeschnittenen Unterlippe als Schmuck tönerne, individuell verzierte Lippenteller, die einen Durchmesser von bis zu 15 cm aufweisen können. Dieses Volk ist nicht vom Aussterben bedroht.

 

Die 2- 300 Batak dagegen, die im Dschungel auf der philippinischen Insel Palawan leben, sind vom Aussterben bedroht. Sie gehören zu den kleinsten Naturvölkern der Erde und sind  als Jäger und Sammler Seminomaden. Ihre Hauptnahrung ist die Maniokwurzel. Auch wenn der Dschungel einiges an Nahrung bietet, ist das Leben für die Batak sehr hart. Oft sterben sie früh an Malaria oder Tuberkulose. Die Kindersterblichkeit liegt bei ca. 80%.

 

Die zunehmende Rodung zwingt die Pygmäen, die im Grenzgebiet Kamerun-Kongo siedeln, sich immer tiefer in den Dschungel zurückzuziehen. Sie leben in Hütten aus Ästen, Rinden  sowie Blättern und kleiden sich auch damit. Sie betreiben Fischfang und sind Sammler und Jäger. Wenn der Dschungel weiterhin durch Rodung vernichtet wird, werden die Pygmäen ihren Lebensraum verlieren und endgültig untergehen.

 

Für ausführlichere Informationen zu dem Filmvortrag von Peter Weinert drücken sie diesen Link   Veranstaltungen

In Freundschaft Gutes tun

Wolfgang Pachali