Presseartikel 2015

Adventskalender der Lions und Rotarier auf dem Markt

Das ist in zweifacher Hinsicht richtig: Seit dem 1. November befindet sich der Adventskalender der Lions und Rotarier auf dem Markt, nicht nur im übertragenen Sinne des Wortes, sondern auch in der Realität. Denn zu Markttagen befinden sich Mitglieder beider Clubs auf dem Markt, um den Marktbesuchern diesen Kalender anzubieten, für den Gewinne im Wert von mehr als 15.000 Euro bereitstehen, darunter auch ein Wochenende in einem Sterne-Golfhotel an der Algarve als erster Preis. Gespendet vor allem von Kelkheimer Sponsoren. In vielen Familien hat sich inzwischen eingebürgert, dass der Kalender ein willkommenes Geschenk für den Nikolaustag ist.

 

 

Täglich werden ab dem 1. Dezember die Gewinne bekanntgegeben, die unter notarieller Aufsicht ausgelost werden. Die Zahlen werden im Internet sowie im Höchster Kreisblatt bekanntgegeben. Für viele durchaus ein „spannendes Spielchen“ in der Vorweihnachtszeit.

Kelkheimer Zeitung 19.12.2015

 

Der Mann, der uns mehr als 50 Länder vorstellte

 

 

05.11.2015 Peter Weinert aus Kelkheim hat für Fernsehsender gut 70 Dokumentarfilme produziert. Nun ist er zwar offiziell im Ruhestand, doch vom Reisen hält ihn das nicht ab. In seinem Heimatort stellt er am Freitag besondere Flecken in China vor (siehe „Info“).

 

 

Kelkheim.  Das Kreisblatt erwischt Peter Weinert nicht zu Hause. Der 65-Jährige ist gerade unterwegs. Wen wundert’s – das ist der Dokumentarfilmer schon fast sein ganzes Leben gewesen. Und auch im offiziellen Ruhestand, in den er im Dezember tritt, wird der Weltenbummler weiterhin um den Globus reisen. „Ich werde weiterarbeiten, vielleicht nicht mehr in diesem Extrem“, verrät Weinert. Statt bis zu drei Reportagen aus den entlegensten Winkeln der Erde, sollen es künftig noch ein bis zwei sein. Sein nächster Film könnte ihn in den Iran führen, wo er einen besonderen Volksstamm besuchen will.

 

Auch in China hat er schon bemerkenswerte Menschen getroffen und zum Teil bei ihnen gelebt. Davon erzählt das Mitglied des Kelkheimer Lions Clubs morgen bei einem besonderen Vortrag in der Stadthalle. Bis zu fünf Tage Vorbereitungszeit benötigte eine solche Filmschau, berichtet Weinert. Denn schließlich möchte er ebenso wie in den Filmen eine Botschaft vermitteln. „Das Herausragende ist für mich das Kennenlernen von unglaublich interessanten und bewegenden Menschen und den Landschaften“, betont er. Begegnungen wie mit einem 88 Jahre alten Mönch im Himalaya oder einem Sadhu, einem heiligen Mann im Hinduismus, während einer Pilgerreise – „das sind Highlights, die werde ich nie vergessen“.

 

Ebenso wenig wie die schweren Momente: Im Kongo geriet Peter Weinert sechs Wochen lang mitten in den Bürgerkrieg. Dabei sollte er doch „nur“ eine Population der letzten Gorillas begleiten. „Ich haben hunderte Tote gesehen, auch Kinder“, erinnert sich der Kelkheimer. Die Flüchtlinge landeten im Dschungel und ernährten sich unter anderem von den Gorillas. Hier eine „normale“ Dokumentation zu drehen – „da bin ich schon in einem Gewissenskonflikt mit mir selbst gekommen, das war mein schwierigster Auftrag“, räumt der Globetrotter ein.

 

Doch ans Aufhören hat er in den fast 30 Jahren nie gedacht. Da klingen ihm zu sehr die Worte seines Vaters in den Ohren: „Du hast die Chance, die Welt aus dem Frieden heraus kennenzulernen. Nutze sie“, habe er ihm mal gesagt. Der Vater selbst erlebte im Zweiten Weltkrieg und der Gefangenschaft nämlich die Kehrseite der Medaille mit. Auch aus dieser Demut heraus, habe er dann seinen Weg eingeschlagen. Als Bub zog Weinert mit den Pfadfindern umher, als Politik- und Germanistik-Student standen Rucksack-Reisen durch Thailand und die Philippinen an. Er wollte erst Lehrer werden, überlegte es sich nach dem Referendariat aber anders und landete über Umwege beim Hessischen Rundfunk. Dort baute er die Dokumentationsabteilung auf. Für den HR, die ARD und zuletzt vor allem den Kultursender Arte hat er so über 70 Filme aus gut 50 Ländern produziert. Bereist habe er mehr als 100 Nationen. Einige Preise hat Weinert erhalten, doch das ist für ihn Nebensache. Er will besondere Menschen vorstellen – und baut dabei auf ein eingespieltes Team aus Kameramann, Tontechniker und meist Reiseleiter.

 

Wie ein solcher Weltenbummler, der fast alle Krisenländer kennt, über die Flüchtlingskrise denkt? „Es ist unsere Verpflichtung, diese Problematik mit zu lösen. Ich kann jeden Einzelnen aus Syrien oder Afghanistan verstehen“, sagt Weinert, dessen Tochter Lehrerin in Schweden ist, der in seiner Freizeit gerne Ski fährt, wandert oder aufs Rad steigt und privat gerne noch einmal die Antarktis bereisen möchte.
(wein)

Höchster Kreisblatt 05.11.2015

Lions Club Er will keine „Couch-Potato“ sein

Wilfried Racke führt den Lions Club, engagiert sich bei der Tafel und vielleicht bald in der Flüchtlingshilfe.

„Ehrfurcht vor dem Leben.“ Diesen Satz hat Albert Schweitzer in französischer Kriegsgefangenschaft in Gabun vor 100 Jahren geprägt. Wilfried Racke kam früh mit dem Arzt und Theologen in Verbindung – auch, weil sein Onkel Pfarrer war. Den Satz macht er als neuer Präsident des Lions Clubs zum Leitspruch und mahnt: „Die Weltgeschichte lässt die Ehrfurcht vor dem Leben oft vermissen.“

 

In Worms geboren und aufgewachsen, studierte er Informatik sowie Mathematik. Als Informatiker ließ er die Promotion folgen, bevor er für IBM in Europa viel unterwegs war – und für die Ausbildung von rund 19 000 Beratern zuständig war. Seit 2012 ist er im Ruhestand – und es bleibt Zeit für das Ehrenamt. Seine Frau habe ihn ein wenig gedrängt, dass er nicht zur Coach-Potato, also zu einem Stubenhocker, werde, gibt der 64-Jährige zu. Sie habe den Kontakt zu den Lions hergestellt – und schwupps war Racke Zweiter Vizepräsident. Seit Sommer führt er nun die 30 Mitglieder.

 

Das Programm hat er zusammengestellt. Die Clubabende seien allerdings intern und zur Kommunikation und Weiterbildung gedacht, betont er. Da tauchen bekannte Namen wie Helmut Kohls Sohn Walter oder der HR-Journalist Peter Weinert, selbst Mitglied bei den Kelkheimern, auf. Themen wie „Inklusion“, der „Weiße Ring“, „Herz und Sex“ oder „Neues aus der Welt der Weine“ sind dort zu finden. Apropos edle Tropfen: Die mag Racke und hat deshalb im Ruhestand einige Vorlesungen an der Uni Geisenheim im Fach Weinbau besucht. Ansonsten reist und kocht er gerne, leistet Fahrdienst für den Fischbacher Förderkreis der Tafel sowie für eine Seniorin und hat eine große Familie mit zwei Kindern und drei Enkeln.

 

Trotz eines internen Mammutprogramms möchte der Präsident die Gruppe noch stärker in der Öffentlichkeit verankern. „Ich möchte das elitäre und unnahbare Image ein bisschen abbauen.“ Denn das hefte den Lions leider immer noch an. Dabei ist das Engagement in Kelkheim groß. Im Vorjahr feierten die Lions den 25. Geburtstag, spendeten vom Erlös der Aktivitäten ein neues Klettergerüst für den Spielplatz Dingesweg. Nicht zu vergessen sind die Aktivitäten in den Schulen, Vereinen und bei der Lebenshilfe. In der Flüchtlingshilfe möchte sich Racke mit dem Club künftig stärker einbringen. Ihm schwebt als IT-Fachmann eine Vernetzung der Aktivitäten vor. Auch international sind die Kelkheimer aktiv, sammeln etwa Hörgeräte und Spenden für ein Hörzentrum in Sri Lanka, das sie federführend betreuen.

 

Unterstützung können die Lions bei all diesen Vorhaben sehr gebrauchen. Der Altersdurchschnitt sei schon sehr hoch, räumt Racke ein. Neue Mitglieder möchte er als Präsident werben. Möglichkeiten dazu gibt es am 6. November, wenn Peter Weinert interessierte Gäste um 19.30 Uhr in der Stadthalle in das „faszinierende China“ entführt, beim Weihnachtsmarkt in Münster (13. Dezember) und am 12. Juni 2016 beim Jazzkonzert am Rettershof. Eine neue Idee ist eine Konzertreihe in der Stadthalle, die 2017 starten könnte. Erhalten bleibt das Adventskalender-Projekt, das die Lions zum vierten Mal zusammen mit dem Kelkheimer Rotary Club stemmen. In diesem Jahr gibt es über 280 Gewinne für mehr als 16 000 Euro – ein Rekord. Rund 7000 bis 8000 Euro bleiben für jeden Club hängen, weiß Racke. Pro Jahr generieren allein die Lions inzwischen etwa 30 000 Euro für ihre sozialen Projekte. In den 26 Jahren waren es gut 380 000 Euro.

(wein)

Höchster Kreisblatt 06.10.2015


Dr. Wilfried Racke:

neuer Kelkheimer Lions-Präsident


Es ist ein Satz des Arztes von Lambaréné, Albert Schweitzer, der Dr. Wilfried Racke seit vielen Jahren bewegt: „Ehrfurcht vor dem Leben.“ Ein Satz, der heute mit dem Blick auf die vielen Flüchtlings-Schicksale unserer Zeit immer mehr Bedeutung gewinnt. Deshalb auch stellte er das Jahr seiner einjährigen Präsidentschaft im Lions-Club Kelkheim, die er Anfang Juli antrat, unter dieses Leitwort. „Wir müssen mehr tun, um Leben zu schützen“, ein Satz von Dr. Wilfried Racke, und dann gleich der Hinweis auf Boko Haram, aus Syrien, mit dem Blick auf die Menschen in Kelkheim, die jüngst ihre Heimat verlassen mussten. „Hier wollen wir uns engagieren“, sagte Racke, als er das Programm seiner einjährigen Präsidentschaft umriss, das er bereits in den vorausgegangenen Monaten vorbereitet und dann den Lions-Mitgliedern vorgelegt hatte. Er rechnet damit, dass die Zahl der Asylanten noch auf 300 steigen wird, die in Kelkheim ein neues Zuhause finden werden. „Hier müssen sich die Mitglieder mit ihrem Wissen aus dem Berufsleben einbringen, müssen ihre Management- Erfahrungen einsetzen.“ Racke spricht damit die Möglichkeiten an, mit einem Arbeitsschema ein konstruktives Arbeiten zu ermöglichen. Dass diese Aufgaben heute vieles überstrahlen liegt auf der Hand. Doch die Lions wollen neben dieser wichtigen Aufgabe anderes, das Bestand hat, fortführen, ausbauen, aber auch Neues aufgreifen. Hier zitiert Racke den Mathematiker und Physiker Georg Christoph Lichtenberg: „Man muss Neues machen, um Neues zu sehen.“ Dazu gehört auch, dass sich der Club um neue Mitglieder bemühen will. „Nein, wir sind nicht der Club der reichen Leute, wie es uns und den Rotariern immer nachgesagt wird. Wir sind normale Mitmenschen die entweder im Arbeitsleben stehen oder standen.“ In Amerika und England gehört es für viele „einfach dazu“, Lions- oder Rotarier- Mitglied zu sein. Abgesehen von den finanziellen Aufwendungen, mit denen die Lions nicht nur Kelkheimer Schulen halfen, gibt es ja auch nach wie vor die Anlage in Sri Lanka, Hörzentrum Anurdhapura, sowie die große Aktion „Hilfe für kleine Ohren“, bei der inzwischen 15.520 Hörgeräte nach Russland, nach Vietnam, nach Kambodscha, in den Kongo, nach Südafrika und die meisten mittel- und südamerikanischen Staaten verschickt wurden.

  Der neue Präsident ist von Beruf Informatiker, der 30 Jahre für IBM arbeitete, viele Firmen in vielen Ländern beriet. Kein Wunder, dass er mit Hilfe einer so genannten „Balanced Scorecard“ eine Struktur für die Kernthemen des Kelkheimer Clubs aufstellte.   Es sind vier Punkte, die eine Rolle spielen:

Die Perspektive der Finanzen, der Partner, des Prozesses (Lebensprozess) und der Kultur.

  Hier finden die aktuellen Ausgaben und die Einnahmen ihren Niederschlag, die Geldgeber und die Leistungsempfänger,  die Lionsabende, die Ausflüge und Reisen und schließlich im Kästchen Kulturperspektive das Miteinander und die Struktur der Mitglieder. Hier gilt nicht die Frage des Geldes ist wichtig, sondern der Einstellung. Nach einem Sommerfest am Braubachweiher mit Grillen, mitgebrachten Salaten und Kuchen wird es hier eine Wiederholung geben. Es steht auch wieder das Jazzkonzert auf dem Rettershof im Programm, etwas verändert, weniger verswingt, wie überhaupt im Programm für jeden etwas dabei sein wird. Die Clubabende im Restaurant des Golfplatzes Hof Hausen werden fortgesetzt, Peter Weinert wird in der Stadthalle über das „Faszinierende China“ berichten und ganz wichtig: Der Adventskalender, der zusammen mit den Rotariern einmal mehr aufgelegt wird. In diesem Jahr kamen 280 Gewinne im Wert von 16.000 Euro zusammen, mehr als im Vorjahr also. Auch hier kein Stillstand, sondern Fortschritt, Nachhaltigkeit. Themen und Referenten aus der Liste der Veranstaltungen und Vorträge: Walter Kohl, der Sohn des Bundeskanzlers (Leben oder gelebt werden), Neues aus der Welt der Weine, „Herz und Sex“ (Professor Dr. Günter George) und schließlich die Frage: „Wie viele Roboter brauchen wir zu Hause.

Kelkheimer Zeitung 10.09.2015

BMX-Bahn in Kelkheim „Wenn man’s kann, ist es leicht im ,Zick-Zack-Ananas-Park’“

Die Jugendlichen nehmen die BMX-Bahn bestens an, wie jetzt bei einem kleinen Fest aller Beteiligten deutlich wurde.

Fast zwei Jahre ist es her, dass eine Gruppe Jugendlicher bei der Stadt wegen eines „Dirt-Parks“ vorfühlte. Mit der Unterstützung des Lions-Clubs konnte der Wunsch nach dem hügeligen BMX-Parcours damals in die Tat umgesetzt werden. Jetzt haben die Biker rund um ein Grillfest eine Kostprobe ihres Könnens abgeliefert. Dabei zeigte sich, dass der „Zick-Zack-Ananas-Parcours“ im Mühlgrundpark bei den Jugendlichen mehr denn je gefragt ist. „Wenn es nicht gerade regnet, sind wir eigentlich immer hier“, erklärt Yannik. Der Zwölfjährige rast mit seinen Freunden seit drei Jahren auf dem BMX-Rad über Felder und Wiesen. Und genau das ist der Punkt: Abseits des „Dirt-Parks“ blieben ihm sonst nur „Schleichwege durch Wälder“.

Mal abgesehen von der Tatsache, dass dies die meisten Förster nicht unbedingt gerne sehen, sind diese „Schleichwege“ für die Jugendlichen nicht besonders aufregend. Der „Zick-Zack-Ananas-Parcours“ dagegen lockt mit sieben unterschiedlich schweren Hügeln zu rasanten Fahrten. „Wenn man’s kann, ist es leicht“, erklärt Yannik, „aber am Anfang muss man sich erstmal überwinden“. Mit Stürzen müsse jeder am Anfang rechnen, Angst vor diesen solle man aber nicht haben. „Einfach weitermachen“ ist die Divise der Jugendlichen. „Allerdings nie ohne Helm“, sagt Yannik.

Tipps von Profis

Dem stimmt Profi Robert Meyer zu. Der 24-Jährige gehört der Formation „Wheels over Frankfurt“ an und brachte der Kelkheimer Jugend beim Fest ein paar Tricks bei. „Die Hügel hier sind schon recht groß und anspruchsvoll, aber auch als Anfänger würde man zurechtkommen“, urteilt Meyer, der selbst seit über zehn Jahren fährt. Wichtig sei, dass der Biker den Parcours stets im Auge habe. „Da er aus Erde ist, verändert er sich ständig. Man muss sich um die Erosion kümmern“, ist der Rat des Experten.

Dafür stehen neben den engagierten Jugendlichen in Kelkheim auch die vielen Gremien und Vereine parat. Beim Grillfest waren unter anderem die Städtische sowie die Mobile Jugendarbeit, der Lions Club, das Jugendforum und der Verein „Youth Counts“ vertreten. „Wir sind hier sehr gut vernetzt, und darauf können wir stolz sein“, erklärt Petra Bliedtner von der Jugendarbeit. Dieses Netzwerk könnte bald wieder gebraucht werden, denn die Gruppe um Yannik stellt erste Abnutzungserscheinungen beim Parcours fest. „Bei dem einen Hindernis mit zwei Hügeln sind diese einfach zu steil, so kann man sie nicht wirklich befahren“, berichtet Yannik. Auch der erste „Berg“ stünde ungünstig, weil zu nahe am Eingangsbereich samt Geländer. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Kelkheimer Jugendarbeit sollten diese kleinen Mängel aber bald schon behoben sein.

(rk)


Höchster Kreisblatt 18.06.2015

Die neue Orgel klingt wie ein Streichorchester

Für Rektor Andreas Habel ist musizieren zusammen mit seinen Schülern ein ganz wichtiges pädagogisches Mittel an der Pestalozzi-Schule. Am liebsten möchte er in allen Räumen Musik machen. Wenn er aber dazu ein Klavier benötigt, hat er ein Problem: Das hauseigene Instrument ist zu schwer, es kann kaum bewegt werden. Habel fand aber ein elektrisches Klavier, das wog nur 50 Kilo, kann also leicht hin und her transportiert werden. „Darüber hinaus kann es viel mehr als ein herkömmliches Instrument, nämlich wie eine Orgel, ein Streichorchester oder ein Cembalo tönen, natürlich auch wie ein normales Klavier“, weiß Schulleiter Habel.

Für die Beschaffung dieses Instruments gab es jetzt Hilfe. Knapp die Hälfte des Kaufpreises von rund 2100 Euro übernahm der Lions Club Kelkheim. Schließlich passt das Projekt genau ins Konzept der Gruppe, vor allem Kinder und Jugendliche im Raum Kelkheim zu fördern. Den Restbetrag steuerte der Förderverein der Pestalozzi-Schule bei. Jetzt kann ohne Probleme praktisch überall in den Schulgebäuden mit Klavierbegleitung musiziert werden. Begleitet von Rektor Habel am Klavier spielte eine Flötengruppe bei der Übergabe ein Volkslied, die englische Nationalhymne und ein Menuett von Händel. Zudem präsentierte ein Schüler ein russisches Klavierstück, gefolgt von einer Choreinlage.

(wein)

 

Höchster Kreisblatt 10.06.2015

Viel Leben im „Zick-Zack-Ananas-Park“

Das war Leben mit Tempo. Beim Grillen und beim Radfahren auf dem Dirtpark Parcour, dem „Zick-Zack-Ananas-Park“ im Mühlgrund in der Nähe vom Ententeich, der in Zusammenarbeit vom Jugendforum mit Unterstützung der Kelkheimer Lions gestaltet wurde.Um der Öffentlichkeit zu zeigen, wie es dort zugeht, gab es nun ein Grillfest mit Bratwurst und auch mit gesundem Gemüse.

So um die 30 Räder waren zeitweise zugegen und ein paar der „Profis“ zeigten denn auch ihre Kunst auf dem Parcours. Älteste Besucherin des Grillfestes war eine Großmutter, die ihren Rollator schob, begleitet vom Enkel. Sie hatte von dem Fest gehört und nun wollte sie mal sehen, was dort los war, schließlich war sie ja vorher schon ein paarmal vorbeigekommen. Und sie ließ es sich auch nicht nehmen, eine der Bratwürste mit Appetit zu verspeisen. Besucher waren auch die beiden Bürgermeister-Kandidaten Sabine Bergold und Albrecht Kündiger, die sich so ein Bild von der Einrichtung machten, genauso wie die beiden Lions Ulrich Fried und Klaus Schmitz sich umschauten und auch mit den anderen dem leichten Regen trotzten

Kelkheimer Zeitung  03.06.2015

Lions spendeten Bauturm für Spielplatz und Bücher für die

Gagern-Schule

Die Kelkheim Lions griffen einmal mehr in die Kasse des Clubs, um gute Werke zu tun. Die Max von-Gagern-Schule wurde mit Büchern und farbigen, geometrischen Sitzkissen im Wert von tausend Euro bedacht. Wiebke Knabe und Dr. Wilfried Racke waren die „Boten“ der Lions und trafen sich mit den Kindern und Schulleiterin Nicole Skubella sowie mit der Vorsitzenden des Fördervereins, Brigitte Striegel am Spielplatz, zu dem die Lions auch viel Geld beisteuerten. Die Sitzkissen ersetzen ein altes Sofa und lassen sich nach Wunsch in der Bibliothek kombinieren. Die Mädchen und Jungen nahmen die hundert Bücher begeistert in Empfang, zumal sie auf den Bedarf der Schüler zugeschnitten sind. Der Kommentar: Auch Lesen kann eine herrliche Pausenbeschäftigung sein.Im Übrigen erweisen sich die Bücher als besonders nützlich für die Lesementoren, und hier wiederum in den Intensiv-Klassen, in denen sich Kinder aus Flüchtlingsfamiliein auch aus europäischen Ländern befinden, denen es naturgemäß noch an deutscher Sprachkompetenz mangelt.

Der andere „Ausflug“ der Lions führte zum städtischen Kindergarten am Dingesweg und galt einem modernen Bauturm, der Für diese Spende wurde der Erlös aus der Fest-Veranstaltung zum 25jährigen Bestehen des Kelkheimer Lionsclubs in der Stadthalle mit Bodo Bach verwendet. Bürgermeister Thomas Horn ließ es sich nicht nehmen, die Einrichtung gleich auszuprobieren und schaffte einen Eimer Sand mit Hilfe eines Flaschenzuges nach oben, um dem Inhalt dann mit Vergnügen gleich wieder auszuschütten, sozusagen als Einweisung für die Kleinen, die mit Jutta Huke vom benachbarten Kinderhort St. Hildegard zur Einweihung gekommen waren. Zuschauer sind oben auf dem Turm von links Sekretär Harald Dickescheid, von den Lions, Präsident Ulrich Fried und Dr. Peter Ottiger. Im Hintergrund Klaus Schubert vom Bauamt der Stadt, zu dessen Ressort die Kinderspielplätze gehören, von denen es immerhin 19 in Kelkheim gibt. Und die müssen wöchentlich kontrolliert werden. Es gibt noch mehr über die Aktivitäten der Lions zu berichten: Die Pestalozzi-Schule wird ein mobiles Klavier erhalten. Gemeinsam mit dem Elternverein finanziert der Lions Club Kelkheim an der Eichendorff-Schule eine Lehrkraft für eine so genannte Schubklasse, in der Schüler auf das berufliche Leben vorbereitet werden.

Kelkheimer Zeitung  07.05.2015

Kinder erklimmen ihren neuen Bauturm

HornauDie Großen haben den Bauturm schon mal getestet, eine Portion Sand nach oben befördert. Doch zum Bauen kommen Bürgermeister Thomas Horn, Ulrich Fried, Präsident des Lions Clubs Kelkheim, sowie dessen Vorstandskollegen
Dr. Peter Ottiger und Harald Dickescheid nicht mehr. Denn die Mädchen und Jungen der Kita St. Hildegard drängen auf den neuen Turm auf dem Spielplatz am Dingesweg, den die Lions gestern Vormittag an die Stadt übergeben.

 

6000 Euro hat sich die Gruppe das Geschenk kosten lassen. Die Summe ist der Erlös aus der Feier zum 25. Lions-Geburtstag im Vorjahr sowie dem Verkauf der Festschrift. „Es kam gut an. Es kamen auch Menschen, die sonst nicht zu uns gekommen wären“, sagt Fried zum Auftritt von Komiker Bodo Bach. Unberührt von dieser Spende schüttet der Lions Club in diesem Jahr auch wieder rund 20 000 Euro für junge Kelkheimer aus – vor allem an Schulen. Erst vorgestern wurde Lesefutter für die Bücherei der Gagern-Schule übergeben, demnächst gibt es ein mobiles Klavier für die Pestalozzischule. Das Projekt „Klasse 2000“ unterstützen die Kelkheimer weiterhin.

 

Die Stadt freut sich über die spendablen Gönner. Vor allem Klaus Schubert ist begeistert, denn er kümmert sich im Rathaus um die Grünflächen und die 19 Kelkheimer Spielplätze. Das rund 30 Jahre alte Klettergerüst am Dingesweg sei morsch gewesen und habe ohnehin bald ausgetauscht werden müssen, sagt er. An der Hattersheimer Straße in Münster sei noch ein Rondell fällig – sonst seien die Spielplätze gut in Schuss, betont Schubert. Er nimmt alle Anlagen einmal in der Woche unter die Lupe, zudem schaut der TÜV jedes Jahr vorbei. Der Sand wird jährlich ausgetauscht.

Zufrieden betrachtet Jutta Huke, Leiterin der Kita St. Hildegard, das Geschehen. Der Kindergarten besuche den Spielplatz sehr gerne, weil er auch im Schatten liege und Abwechslung biete. Mit dem neuen Baugerüst werde die Vielfalt nun noch ein bisschen größer.

(wein)

Höchster Kreisblatt  24.04.2015

Das Titelbild für den nächsten Adventskalender der Rotarier und Lions wurde in Liederbach gezeichnet

Das Titelbild für den Adventskalender der Lions und der Rotarier, die diesen Kalender zusammen herausbringen, entsteht abwechselnd an einer der Grundschulen der beiden Orte. In diesem Jahr gab es in der Liederbachschule den Wettbewerb für das schönste Bild für den Kalender. Die Jury entschied sich für das Bild von Amelie Spreu (auf dem Bild oben die linke Zeichnung). Auf den zweiten Platz kam Franziska Bauch (das Bild rechts daneben) und den dritten Preis, so entschied die Jury, bekam Lara Sophie Pitsch. Schulleiterin Petra Deutsch-Engelmann hält vertretungsweise für die Schülerin die Arbeit in den Händen.

Abgesandte der Lions waren Wiebke Knabe und Dr. Peter Ottiger, für die Rotarier Karsten Brandt. Sie hatten für die Gewinner des Wettbewerbs kleine Geschenke in Form von Büchern oder ähnlichem dabei. Mit dem Erlös aus dem Kalenderverkauf wird unter anderem in der Liederbacher Schule das Projekt „Klasse 2000“finanziert.

Kelkheimer Zeitung  02.04.2015

„Autos“ für bewegte Grundschüler

Daher verdoppelte der Förderverein der Grundschule die Spenden, damit 14 zwei- und vierrädrige Bewegungsfahrzeuge beschafft werden konnten (Foto). Darunter sind Roller und Karren, die gezogen werden, und auch andere Fahrzeuge, die unterschiedliche Antriebe haben, wie an den vorderen Rädern angebrachte Kurbeln. Je nach Bauart können ein oder zwei Kinder damit herumfahren. Alle Fahrzeuge sind für Kinder der Klassen eins bis vier geeignet.

Vor wenigen Tagen nun wurden die kleinen „Autos“ in einem abgesperrten Bereich aufgestellt worden. Rektor Habel dankte für die Spenden und beschrieb das Ausleihsystem, mit dem sichergestellt werde, dass jedes Kind die Gelegenheit bekomme, ein solches Vehikel bei Interesse auch fahren zu können. „Die Schüler waren hell begeistert, es kam zu einem Ansturm, der jedoch dank des Ausleihsystems in geordneten Bahnen ablief. Die Kinder lernten dabei gleich damit umzugehen“, berichtet Peter Ottiger vom Lions Club.

 

Erlös aus Kalender-Aktion

Er hat eine weitere gute Nachricht: Der im Vorjahr zum dritten Mal angebotene Adventskalender von Lions und Rotary Club war „wieder ein voller Erfolg“. 260 Preise im Gesamtwert von rund 15.000 Euro wurden gespendet. Gut 4.600 Adventskalender wurden verkauft, was zu Erlösen von 23.000 Euro führte. Die Nettoeinnahmen werden zwischen den beiden Clubs geteilt und für die Förderung von Jugend- und Schulprojekten in Kelkheim verwendet. Das viele Gewinne bei Optiker Ufer, Frankenallee 22, noch nicht abgeholt wurden, haben die Clubs die Frist bis zum 21. Februar verlängert.

(wein)

Höchster Kreisblatt  18.2.2015

So wird die große Pause erst richtig schön

Die „Ausgestaltung“ der großen Pause der Pestalozzi-Schule war lebhaft: Denn Mitglieder der Kelkheimer Lions übergaben an diesem Tagzusammen mit dem Förderverein der Schule Bewegungsspielgeräte und Fahrzeuge an Rektor Andreas Habel. Und bevor der Start für die neuen Geräte freigegeben worden war, für die Lions und der Förderverein rund 2.000 Euro locker machten, gab es den großen Sturm auf die Fahrzeuge, mit denen man im Sitzen, im Stehen aber laufend in Bewegung gehalten werden kann. Und das genau ist der Grund: So viel Bewegung wie möglich für die Schüler. Von den Lions beobachteten der derzeitige Präsident Ulrich Fried und Wiebke Knabe das muntere Treiben auf den Schulhof, vom Förderverein war Margret Thompson zur  Übergabe der Geräte gekommen. Bei den Fahrzeugen, die von den Lions preiswert erworben werden konnten, handelt es sich um vielerlei Geräte, vom Fahrzeug, das mit den Füßen in Bewegung gesetzt wird und andere wieder, die geschoben werden. Jedes auf seine Art ein „Bewegungsmobil“ zur Anregung des Kreislaufs.

Kelkheimer Zeitung   12.2.2015

Kelkheim

Eigene Hörspiele

 

Die Kelheimer Stadtbücherei macht ihren Nutzern neue Angebote. Diese haben jetzt zum Beispiel die Möglichkeit, eigene Hörspiele zu produzieren.

Hörspiele selbst erstellen – diese Möglichkeit haben ab sofort die Nutzer der Kelkheimer Stadtbücherei. Der örtliche Lions Club hat Bibliotheksleiterin Annemarie Klein gestern zwei Hörkoffer mit der nötigen Technik überreicht. Gedacht sind sie vor allem für Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren. „Das Tolle ist, dass die Kinder nicht nur konsumieren, sondern auch selbst etwas gestalten können“, findet der Präsident der Kelkheimer Lions, Ulrich Fried. Die Hörkoffer können ab sofort für bis zu zwei Monaten ausgeliehen werden.

1000 Euro hat sich der Verein die beiden Koffer sowie zwei mobile Hörstationen kosten lassen. Mit ihnen kann man sich nun in den Räumen der Bücherei in die insgesamt 3000 Hörbücher schon einmal reinhören, bevor man sie ausleiht.

Die aktuelle Spende ist nicht die erste, die der Lions Club der Stadtbücherei macht. Bürgermeister Thomas Horn (CDU) bedankte sich deshalb für „die hohe Wertschätzung“, die der Verein dem Angebot der Bibliothek und entgegenbringe. Zumal es um den städtischen Zuschuss für die Bücherei politische Diskussionen gibt; die FDP möchte ihn drastisch kürzen.

 

14 000 Downloads

Derweil kann Annemarie Klein weiter steigende Zahlen bei der Onleihe vermelden, bei der die Nutzer kostenlos digitale Medien auf PCs, Tablets oder Smartphones herunterladen können. Im vergangenen Jahr haben die Kelkheimer den Service mehr als 14 000 Mal genutzt. Zum Start 2011 lag die Zahl der Downloads bei nur 3538, ein Jahr später schon bei 9315 und 2013 bei 13702.

„Die Onleihe-Zahlen beweisen eindrucksvoll, dass die E-Books in den öffentlichen Büchereien angekommen sind“, lobt Bürgermeister Horn. Die Stadtbücherei Kelkheim war eine der ersten, die sich an dem Angebot (www.onleiheverbundhessen.de) beteiligt hat. Inzwischen bieten 70 hessische Büchereien die Onleihe an. Das Angebot besteht aus 71 000 E-Books, Audiodateien und Filmen.

 Von Torsten Weigelt

 

 Frankfurter Rundschau 28.01.2015

Hörerlebnisse im Koffer

Antonia und Lina sind begeistert. Die Mädchen haben sich die Kopfhörer aufgesetzt und stöbern mit ihren Kameraden in den auf dem Tisch ausgelegten Hörbüchern. 23 Kinder der Kita Adelgundis sind dabei, als gestern die Anschaffungen der städtischen Bücherstube vorgestellt werden. „Die außerschulische Bildung ist wichtig für die Entwicklung unserer Kinder – und die Kinder sind schließlich unsere Zukunft“, erklärt Präsident Ulrich Fried, warum sich der Lions Club für die jüngsten Kelkheimer engagiert. Er ist überzeugt, dass sich die 1000 Euro, die der Verein in die Ausstattung der Bibliothek investiert, auszahlen werden. Bürgermeister Thomas Horn ist zufrieden und dankbar für die Unterstützung. Zwei Projekte konnten in diesem Jahr mit Hilfe der Spende realisiert werden. Angeschafft wurden zwei „Hörkoffer“, die für acht bis zehn Jahre alte Kinder konzipiert wurden. In den Transportbehältern enthalten sind neben einer detaillierten Anleitung, je zehn Hörbücher, zwei CDs mit Lernsoftware sowie ein stabiles USB-Mikrofon, dass es den Kindern ermöglichen soll, mit Begleitung eigene Hörspiele zu erstellen. Die Koffer können ab sofort von Gruppen und Schulklassen sowie von den Mitgliedern der Bücherei kostenfrei ausgeliehen werden. Zudem wurden zwei „mobile Hörstationen“ eingekauft. Dieses Angebot richtet sich nicht nur an Kinder, sondern soll auch von Erwachsenen genutzt werden. Dabei handelt es sich um eine Kunststoffbox mit einem Abspielgerät für CDs und einem Kopfhörer. So können in der Bücherei die 3000 aktuellen Hörbücher angehört werden.

 

Text und Foto: Knapp)

 

Höchster Kreisblatt 28.01.2015

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Wolfgang Niestroj